Ein Sommernachtstraum

"Eine traumhafte Sommernachts: Theater-AG der Marienschule zeigt moderne Shakespeare-Inszenierung. (...) Das abstrakt gehaltene Bühnenbild wird dominiert von langen Stoffbahnen in verschiedenen, zum Teil neonfarbenen Grüntönen, die von der Decke hängen. Diese stehen symbolisch für den Wald, Dreh und Angelpunkt der Irrungen und Wirrungen der Liebenden. Sie werden von den Darstellerinnen und Darstellern immer wieder mit in das Spiel eingebaut. (...) Die Bewohner des Waldes (...) tragen neonfarbene Kostüme und Schminke. Einige der Waldszenen spielen im Schwarzlicht. Das führt dazu, dass die neonfarbenen Elemente des Bühnenbildes, der Kostüme und der Maske leuchten und für tolle Effekte sorgen. Der Wald und seine Bewohner werden dann in schillernde Farben getaucht und sorgen für eine traumhafte Atomosphäre. Der Wechsel zwischen Shakespeare-Sprache und moderner Sprache bringen besonderen Schwung in die Inszenierung. (...) Als zwischenzeitlich sowohl Lysander als auch Demetrius Helena verfallen sind, setzen sie gar zu einem Rap-Battle an, um sie zu beeindrucken. Der Shakespeare-Text wird von beiden gerappt und die Szene zeigt, wie man auch spielerisch mit Shakespeare-Sprache umgehen kann."

Domstadt, 14. Juni 2018

 

"Eine Reise zwischen Traum und Realität. (...) Die Theater-AG der Limburger Marienschule begeisterte mit ihrer modernisierten Version von William Shakespeares "Sommernachtstraum". (...) Ein Theaterstück wie eine russische Matrjoschka-Puppe - öffnet sich die  eine, lugt schon die nächste hervor: Ist die Geschichte nur ein Traum, eine Sommernachtsfantasie gelangweilter Bauernburschen oder geht es gar um den knallhaten patriarchalischen Alltag im antiken Athen? Ein Leben, in dem die Vernunftehe die Normalität ist, die Liebesheirat die Ausnahme und das Wort des Familienvaters absolute Autorität genießt. In diese Welt entführten (...) die Schüler der Marienschule die Zuschauer (...) mit ihrer Interpretation von William Shakespeares Komödie "Ein Sommernachtstraum". (...) So gehört das Posieren für Selfies nun genauso zur Inszenierung wie Hinweise auf populäre Internet und TV-Formate. Immer wieder schimmert aber auch Shakespeare in Reinkultur auf. Zwar in der deutschen Übersetzung, aber ansonten unverändert fasziniert die zeitlos schöne Sprache des vor über 400 Jahren verstorbenen Künstlers. Eine Erinnerung daran, dass Shakespeare nach all der Zeit auch heute noch Menschen tief im Innern anspricht. Und angesprochen fühlen sich die Zuschauer definitiv. (...) In jedem Fall ist es diese Vielschichtigkeit, die Verschachtelung, die "Ein Sommernachtstraum" zum faszinierenden, Grenzen überwindenden Theatererlebnis werden lässt. (...)"

Von Dr. Johannes König, Nassauische Neue Presse, 28. Mai 2018

 

"Irrungen und Wirrungen der Liebe. (...) Die 21 Darstellerinnen und Darsteller bringen eine moderne Inszenierung  auf die Bühne, die aber an der ursprünglichen Handlung festhält: Hermia liebt Lysander, und Lysander liebt Hermia. Doch ihr Vater ist gegen die Beziehung und will Hermia mit Demetrius vermählen. Demetrius möchte Hermia zur Frau, war aber zuvor an Helena interessiert, die noch immer unsterblich in ihn verliebt ist. Theseus (...) stellt Hermia vor die Wahl: Heirat mit Demetrius oder Kloster. Daraufhin fliehen Hermia und Lysander in den Wald, gefolgt von Demetrius und Helena. (...) Im Wald geht es nun so richtig zur Sache. Dort leben Oberon, König der Elfen, und Titania, Königin der Elfen, die selbst gerade eine Beziehungskrise haben. Der Waldgeist Puck, Oberons treuster Diener, soll Titania mit einem Liebestrank gefügig machen und das Liebes-Chaos der vier Athener beseitigen. Doch das Gegenteil ist der Fall und das Wirrwarr nimmt seinen Lauf. (...) Die Grenzen zwischen Realität und Traum verschwimmen immer mehr. In dieser Sommernacht scheint plötzlich alles möglich. (...)"

Rhein-Lahn-Zeitung, 24. Mai 2018

 

"Shakespeare mal anders. (...) Die Theater-AG hat sich im Schuljahr 2017/2018 mit William Shakespeares "Sommernachtstraum" auseinandergesetzt. Die Leitung hat die Theaterpädagogin und Regisseurin Cara Basquitt. (...) Besonders spannend ist der Wechsel zwischen moderner Sprache und originalem Shakespeare-Text im Stück, für den sich die Theater-AG entschieden hat. Es war der Wunsch der 21 Schauspielerinnen und Schauspieler, dass der Zauber der Shakespeare-Sprache in Teilen des Stückes erhalten bleibt. Zugleich haben sie aber auch durch Improvisationen mit moderner Sprache einen Zugang zu dem Theaterstück aus dem 16. Jahrhundert erhalten. (...)"

Nassauische Neue Presse, 23. Mai 2018